Aarbergen macht großen Schritt Richtung eigener Windenergie
Nutzungs- und Kooperationsvertrag unterzeichnet

Die Gemeinde Aarbergen hat die Grundlage zur Nutzung von Windenergie auf ihrem Gemeindegebiet geebnet. Die Gemeinde und der Projektentwickler @Mainova unterzeichneten dazu noch im Juni einen Nutzungs- und Kooperationsvertrag.
Geplant ist der Bau von bis zu sieben Windenergieanlagen (WEA) der neuesten Generation auf Flächen in drei ausgewiesenen Windvorranggebieten. Mainova setzt dabei auf Anlagen der 7-Megawatt-Klasse. Jede Anlage kann jährlich rund 17 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom erzeugen. Insgesamt können so etwa 119 Millionen Kilowattstunden pro Jahr produziert werden – genug, um rechnerisch rund 23.000 Vier-Personen-Haushalte zu versorgen. Eine Inbetriebnahme könnte 2029 stattfinden.
Die Vertragsunterzeichnung erfolgte fristgerecht zum 30. Juni 2025, um von Verfahrenserleichterungen des Paragraf 6 WindBG zu profitieren. Das „Gesetz zur Festlegung von Flächenbedarfen für Windenergieanlagen an Land“ sieht bei Antragseinreichung bis Mitte 2025 keine Umweltverträglichkeitsprüfung und keine Prüfung des besonderen Artenschutzrechts mehr bei der Genehmigung von Windrädern in Windenergiegebieten vor.
Unsere Expert:innen Franziska Benz und Carolin Schröder durften die Gemeinde Aarbergen bei der Verhandlung des Kooperations- und Nutzungsvertrags vertreten. Aarbergen wird in Zukunft nicht nur von den Pachteinnahmen der Flächen profitieren, sondern hat auch die Option, sich an der künftigen Betreibergesellschaft des Windparks zu beteiligen. Auch eine Beteiligung der Bürger:innen ist möglich.