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13.02.2026

PPE 3: Aufatmen in Frankreichs EE-Branche – Neue Mehrjahresplanung endlich veröffentlicht

Nach Jahren des angespannten Wartens wurden gestern die Eckpunkte der neuen mehrjährigen Energieplanung (Programmation pluriannuelle de l’énergie – PPE 3) vorgestellt (1).

Zur Erinnerung: Bei der PPE handelt es sich um ein staatliches Planungsinstrument, das von der Regierung per Dekret erlassen wird. Sie legt insbesondere die Ausbauziele im Energiebereich (in GW) fest und bildet damit die Grundlage für staatliche Fördermechanismen sowie die Ausgestaltung künftiger Ausschreibungen.

Nach dem zwischenzeitlich diskutierten – und letztlich verworfenen – Moratorium (wir berichteten) sowie der mehrfach verschobenen Veröffentlichung der PPE war die Unsicherheit in der Branche zuletzt deutlich spürbar.

Für die Onshore-Windenergie sehen die neuen Zielvorgaben eine Steigerung der installierten Leistung von derzeit 24 GW auf 31 GW bis 2030 vor. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zubau von rund 1,5 GW. Damit bewegt sich das angestrebte Ausbautempo in etwa auf dem Niveau der vergangenen Jahre und wird in der Branche insgesamt positiv bewertet.

Zu beachten ist allerdings, dass diese Zahl sowohl neue Projekte (Greenfield) als auch Repowering-Vorhaben umfasst. Da das Repowering künftig in dieselbe Zielgröße eingerechnet wird, dürfte sich der Trend weiter zugunsten der Erneuerung bestehender Standorte verschieben, während der Spielraum für reine Neuprojekte faktisch enger wird.

Im Bereich der Photovoltaik wird ein jährlicher Zubau von rund 3 GW erwartet, nachdem im Jahr 2025 noch etwa 6 GW installiert wurden. Die installierte Leistung soll dabei von 30 GW auf 48 GW bis 2030 steigen. Die Ausbauziele bleiben damit insgesamt hinter den Erwartungen der Branche zurück.

Gleichwohl zeigen sich die maßgeblichen Branchenverbände erleichtert und insgesamt zufrieden. Ausschlaggebend ist vor allem die nun wiederhergestellte Planungssicherheit, die in den vergangenen Monaten gefehlt hatte. Mit der Veröffentlichung der PPE 3 verfügen Entwickler:innen und Investor:innen wieder über mehr Klarheit hinsichtlich kommender Förderausschreibungen und können ihre Projektentwicklung entsprechend ausrichten.

Für Fragen stehen Ihnen unser französisches Team gerne zur Verfügung:

Laurent Brault   Sylvain Hamanaka

Hans Messmer   Ann-Marie Schrader, LL.M.

Bénédicte Simonneau   Benoît Williot 

Quellen:

(1) https://www.legifrance.gouv.fr/jorf/id/JORFTEXT000053464980

 

 

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