Verträge für gemeinsames Windenergieprojekt unterzeichnet
Gemeinden Waigolshausen und Bergrheinfeld kooperieren mit Prokon

Die unterfränkischen Gemeinden Waigolshausen und Bergrheinfeld haben den nächsten Meilenstein des gemeinsamen Windenergie-Projektes erreicht. Die Bürgermeister von Bergrheinfeld, Ulrich Werner, und Waigolshausen, Christian Zeißner, unterschrieben einen Kooperations- und Nutzungsvertrag mit dem Projektentwickler Prokon Regenerative Energien eG.
Auf der Gemarkung der beiden Gemeinden soll ein Windpark mit insgesamt sechs Anlagen entstehen. Wenn alles nach Plan läuft, dann beginnen die Bauarbeiten Anfang nächsten Jahres. Die Inbetriebnahme ist im Jahr 2028 vorgesehen.
Bei der Ausgestaltung der Kooperations- und Nutzungsverträge wurden die Gemeinden von unseren Expert:innen Franziska Benz, Carolin Schröder, Steffen Kölln und Franziska Sicker unterstützt.
Zu den zentralen Ergebnissen der Verhandlungen zählen neben kommunalen Pachteinnahmen insbesondere:
- ein Mindestabstand von 1.000 Metern zu den Ortsteilen von Markt Werneck (Ettleben) und Bergrheinfeld (Garstadt) als Grundzentren. Eine Unterschreitung dieses Mindestabstands ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und bedarf der vorherigen Einbeziehung der von der Unterschreitung betroffenen Gemeinde Waigolshausen.
- Beteiligungsoptionen für Bürger:innen
- die finanzielle Beteiligung der Kommunen über eine Beteiligungsoption an der Betreibergesellschaft und die Kommunalabgabe nach § 6 EEG.
Der geplante Windpark soll jährlich Grünstrom für mehr 23.000 vier-Personenhaushalte produzieren. Damit könnten nicht nur Waigolshausen und Bergrheinfeld vollständig mit erneuerbarer Energie versorgt werden, sondern auch mehrere umliegende Gemeinden. Gleichzeitig würde die Einsparung von rund 40.000 Tonnen CO₂ pro Jahr dem Ausstoß von etwa 20.000 Autos entsprechen.