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Windpark Rammert im Landkreis Tübingen: Beteiligungskonzept steht

Gemeinde Dußlingen und Stadtwerke Tübingen unterzeichnen Verträge

Freiburg, den 26.09.2025. Im Landkreis Tübingen soll bis 2028 der interkommunale Windpark „Rammert“ entstehen. Zwei der insgesamt 13 Windenergieanlagen sind auf der Gemarkung der Gemeinde Dußlingen geplant. Die vertragliche Grundlage hierfür haben die Kommune und die Stadtwerke Tübingen als Projektentwickler am 25. September 2025 mit der Unterzeichnung geschaffen. Von der Regelung profitieren alle Seiten: Sie ermöglicht den Stadtwerken den Bau der Windräder umzusetzen, die Kommune sowie private Flächeneigentümerinnen und -eigentümer erhalten Pachteinnahmen. Des Weiteren profitiert Dußlingen von Erlösen aus der Gewerbesteuer sowie der finanziellen Beteiligung nach §6 EEG. Darüber hinaus kann sich die Kommune zu einem späteren Zeitpunkt an dem Betrieb des Windparks beteiligen, was die Akzeptanz im Ort erhöhen soll. Die rechtliche Beratung sowie die Vertragsgestaltung erfolgte durch das Unternehmen Sterr-Kölln & Partner.

v.r.n.l: Hanno Brühl, Prokurist der Stadtwerke Tübingen, Thomas Hölsch, Bürgermeister der Gemeinde Dußlingen und Franziska Sicker von Sterr-Kölln & Partner bei der Vertragsunterzeichnung (Bildquelle: Stadtwerke Tübingen)

„Von der Vereinbarung profitieren wir alle“, sagt Thomas Hölsch, Bürgermeister von Dußlingen. „Für unsere Gemeinde ist das ein echter Gewinn – ökologisch und finanziell. Wir tragen zu einer klimafreundlichen Energieversorgung in der Region bei, stärken den Gemeindehaushalt und ermöglichen unseren Bürgerinnen und Bürgern finanziell davon zu profitieren.“

Auch Hanno Brühl, Prokurist der Stadtwerke Tübingen, begrüßt die Entscheidung: „Die Energiewende gelingt nur gemeinsam – mit Kommunen, die bereit sind, Flächen für Windkraft oder Photovoltaik bereitzustellen. Dußlingen geht hier mutig voran und hat auch die Vorteile erkannt, die sich mit einem solchen Projekt auch für die Gemeinde ergeben können. Der Schulterschluss beim Windpark Rammert ist ein starkes Signal für die Region und den Klimaschutz.“

Mehr finanzielle Beteiligung der Gemeinde

Die Größe des Windparks wurde durch das Engagement der Gemeinde Dußlingen und der Kooperationsbereitschaft der Stadtwerke Tübingen möglich. Zwei Anlagen sind auf Dußlinger Gemarkung auf Flächen der Gemeinde geplant, für die mögliche Realisierung werden nun private Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer im Rahmen eines Flächenpoolings ins Boot geholt.

Im Rahmen des Kooperationsvertrages mit den Stadtwerken Tübingen hat sich die Kommune eine finanzielle Beteiligungsoption an den auf ihrer Gemarkung geplanten Windenergieanlagen gesichert. Dadurch kann sie nach Inbetriebnahme der Anlagen Anteile an der Betreibergesellschaft erwerben und erwirtschaftete Erlöse im Ort investieren. Alternativ ist auch der Einstieg eines kommunalen Unternehmens möglich, an dem die Gemeinde eine Mehrheitsbeteiligung hat, etwa eine Bürger-Genossenschaft oder ein Gemeindewerk.

Nach Errichtung der Windenergieanlagen erhält die Gemeinde aus dem Betrieb Gewerbesteuer und Pachteinnahmen für die auf kommunaler Fläche stehenden Windräder. Zudem bekommt Dußlingen nach Paragraf 6 des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) für alle errichteten Windenergieanlagen eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Windstrom. Bei zwei Windenergieanlagen mit sieben Megawatt installierter Leistung sind das rund 40.000 Euro pro Jahr.

Die finanzielle Beteiligung der Flächeneigentümerinnen und -eigentümer im Rahmen des Flächenpoolings hat ebenfalls einen positiven Nebeneffekt: Sie steigert die Akzeptanz des Windenergievorhabens vor Ort und stärkt die lokale Identifikation mit der Energiewende. Die Fachleute von Sterr-Kölln & Partner empfehlen dieses Vorgehen daher auch anderen Kommunen.

Windpark soll nach Bergrücken benannt werden

Der in Planung befindliche Windpark ist nach dem in der Nähe liegenden bis zu 595 Meter hohen bewaldeten Höhenzug Rammert benannt. Er liegt im 517 Hektar großen Windvorranggebiet TÜ-01 des Regionalplans Neckar-Alb. Vorgesehen sind bislang 13 Anlagen der Sieben-Megawatt-Klasse. Sie sollen im Jahr rund 156 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom erzeugen – das ist so viel wie rund 45.000 Drei-Personen-Haushalte jährlich benötigen. (Textlänge: rund 4.000 Zeichen).

Über Sterr-Kölln & Partner:

Erneuerbare Energien sind der Fokus: Seit über 30 Jahren berät Sterr-Kölln & Partner speziell in diesem Bereich Projektentwickler:innen, Kommunen, Stadtwerke sowie Banken & Investor:innen. Dabei stehen in Deutschland und Frankreich die Projektbegleitung sowie Rechts- und Finanzierungsfragen im Mittelpunkt – auch grenzüberschreitend. Das ca. 50-köpfige, interdisziplinäre Team aus Unternehmensberater:innen, Rechtsanwältinnen, Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen ist an den Standorten Berlin, Paris und Freiburg tätig.

Über die Stadtwerke Tübingen

Die Stadtwerke Tübingen (swt) sind ein kommunales Energie- und Versorgungsunternehmen für Tübingen und die Region. Bis heute sind die swt mit ihren konzernübergreifend 690 Mitarbeitenden zu 100 Prozent in kommunaler Hand. Als Experte für Strom, Erdgas, Fernwärme, Wasser, Telekommunikation, Bäder, Parkhäuser und Stadtbus sorgen die swt für wesentliche Infrastrukturleistungen. Als Bahnstromlieferant im Privat- und Güterbahnverkehr sind die swt unter den Marktführern und bieten mit der Innovation VOLTTAP die erste serienreife Schnellladestation für Akkuzüge (BEMU) auf dem Markt an. Die swt stehen für eine ökologische und innovative Versorgung mit starkem Fokus auf dem Ausbau der dezentralen und regenerativen Stromerzeugung. Der jährliche Gesamtumsatz liegt bei über 500 Millionen Euro.

Über die Gemeinde Dußlingen

Die Gemeinde Dußlingen zeigt sich als engagierte und zukunftsorientierte Kommune, die ihre Eigenbetriebe in Eigenregie erfolgreich führt. Seit 2021 wird mit dem Ausbau des Nahwärmenetzes ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung umgesetzt. Ein Projekt, das den Anspruch der Gemeinde unterstreicht, Verantwortung für die energetische Weiterentwicklung vor Ort zu übernehmen. Die Gemeinde Dußlingen geht hierbei voran, stets mit dem Fokus auf die Bedürfnisse der Bürgerschaft. Die finanziellen Mittel werden dabei umsichtig und zielgerecht eingesetzt, so dass Investitionen dem Wohl des gesamten Gemeinwesens zugutekommen. Der geplante Windpark Rammert stellt ebenfalls eine große Herausforderung dar, bietet allerdings die Chance, einen weiteren wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten und damit nachhaltig Gutes für die Gemeinde zu bewirken.

Pressekontakt:

Tanja Steinbach

Leiterin Kommunikation & Marketing

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