Ausschreibungen Wind-Onshore: Zuschlagswerte steigen

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der Ausschreibung vom 1. Mai 2018 veröffentlicht. Ist das nun die erhoffte Trendwende?

Die Ergebnisse der ersten beiden Ausschreibungsrunden 2018 für Wind-Onshore wurden mit Spannung erwartet. Wie wird sich die Aussetzung vieler Sonderregelungen für Bürgerenergiegenossenschaften  bemerkbar machen?

Jetzt hat die Bundesnetzagentur die Resultate der Ausschreibung vom 1. Mai 2018 veröffentlicht: Der durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 5,73 ct/kWh. Er ist damit deutlich gestiegen. Der Wert liegt etwa auf Höhe der ersten Ausschreibung 2017 und genau 1,00 ct/kWh höher als bei der Ausschreibung im Februar 2018 (4,73 ct/kWh). Zur Erinnerung, in den drei Ausschreibungen 2017 war der Zuschlagswert kontinuierlich gesunken.

Insgesamt wurden 111 Gebote mit einer Gesamtleistung von 604 MW eingereicht. Erstmalig unterschritten die Gebote damit die ausgeschriebene Menge (670 MW). Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil an Anträgen durch Bürgerenergiegesellschaften erwartungsgemäß signifikant gesunken. Lediglich 15 der bezuschlagten Angebote stammen von Bürgerenergiegesellschaften.

Ist das nun die erhoffte Kehrtwende?

Ob sich die aktuelle Preiserhöhung als dauerhafter Trend erweist, wird sich erst in der nächsten oder übernächsten Ausschreibungsrunde zeigen. Was wir jetzt schon sagen können: Die Aussetzung der Privilegien für die Bürgerenergiegesellschaften erhöht die Akteursvielfalt. Die Zahl der bezuschlagten Anbieter ist gestiegen. Das bestätigt auch die Vermutung, dass die vormals geltenden Rahmenbedingungen missbräuchlich genutzt wurden.

Ihr Ansprechpartner:

Steffen Kölln
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