Gut zu wissen: Zweite PV-Ausschreibung: Resultat deutet auf starke Konkurrenz

Die erste Ausschreibung für PV-Strom ergab 8,48-9,43 ct/kWh. Jetzt ist die zweite erfolgt.

Ausschreibung ermittelt niedrigeren einheitspreis

Die erste Ausschreibung im April über 150 MW ergab Zuschlagswerte von 8,48 – 9,43 ct/kWh. Inzwischen liegen die Ergebnisse dieser PV-Ausschreibung über 150 MW vor: Der Zuschlagswert lag bei 8,49 ct/kWh. Der in dieser Ausschreibungsrunde ermittelte Einheitspreis liegt deutlich unter der im August geltenden administrativen Förderhöhe für Freiflächenanlagen von 8,93 ct/kWh. Das lässt auf starken Wettbewerbsdruck schließen.

In der zweiten Ausschreibung war das Ausschreibungsvolumen dreifach überzeichnet. 33 Gebote mit einem Volumen von knapp 160 MW bekamen einen Zuschlag, 13 davon kamen aus Brandenburg, 5 aus Bayern. Die Zuschläge verteilen sich auf die Größensegmente wie folgt:

  • bis 500 kW                   0
  • 500 – 1.000 kW            2
  • 1.000 – 2.000 kW         5
  • 2.000 – 5.000 kW       13
  • 5.000 – 10.000 kW     13

Neues Ausschreibungsverfahren

Die erste Ausschreibung erfolgte noch im Pay-as-Bid-Verfahren, bei dem jeder erfolgreiche Bieter genau die Förderhöhe erhält, die er geboten hat. Jetzt nutzte man das Uniform-Pricing-Verfahren
bei dem alle erfolgreichen Bieter die gleiche Förderung in Höhe des letzten noch erfolgreichen Gebotes erhalten.

Dritte Ausschreibung ebenfalls im Uniform-Pricing-Verfahren

Die dritte Ausschreibungsrunde geht über 200 MW. Die Frist für Gebote läuft bis zum 1. Dezember 2015. Der Zuschlagswert wird wieder über das Uniform-Pricing-Verfahren ermittelt.

Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen der ersten und zweiten Ausschreibungsrunde sind über Homepage der Bundesnetzagentur www.bundesnetzagentur.de abrufbar.

Warum Ausschreibung?

Das Kabinett hat im Januar 2015 beschlossen, die Höhe der Förderung für Strom aus Photovoltaik-Freiflächenanlagen über Ausschreibungen zu ermitteln. Die Maßnahme hat das Ziel, die Kosten der PV-Förderung zu senken. Im Rahmen der Ausschreibungen soll wettbewerblich die Höhe des anzulegenden Wertes der gleitenden Marktprämie festgelegt werden. Dies ist ein in Deutschland neues Verfahren und wird zunächst im Rahmen einer dreijährigen Pilotphase erprobt.

Schon die ersten Ergebnisse belegen, dass der zentrale Kritikpunkt an den Ausschreibungen bestehen bleibt: Sie berücksichtigen die vielen Bürger-Solarparks nicht.


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