Wird das Thema „Windenergie“ in Frankreich kontroverser diskutiert?

Die Gründung einer Arbeitsgruppe soll hierzu beitragen.

Die Windenergie wurde im Jahr 2019 wesentlich kontroverser diskutiert als noch im Jahr 2018, insbesondere im Hinblick auf die Bürgermeisterwahlen 2020. In rund 35´000 Kommunen wurde der erste Wahlgang am 22. März 2020 durchgeführt, der zweite Wahlgang wurde hinsichtlich der Covid-19 Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben.

Auf Initiative der Opposition hat das französische Parlament 2019 eine Untersuchungskommission für erneuerbare Energien eingesetzt (Commission d'enquête sur l'impact économique, industriel et environnemental des énergies renouvelables, sur la transparence des financements et sur l'acceptabilité sociale des politiques de transition énergétique). Darüber hinaus hat das Umweltministerium im Dezember 2019 eine “Arbeitsgruppe für eine harmonische Entwicklung der Windenergie“ (Groupe de travail pour un développement harmonieux de l'éolien) initiiert und Behörden, Vertreter der Windenergiebranche, Netzbetreiber, Gegnerverbände, Naturschutzverbände und weitere zur Teilnahme aufgerufen. Schließlich hat der französische Präsident am 20. Januar 2020 erstmals angemerkt, dass "der Konsens über die Onshore-Windenergie in Frankreich aufgrund der Beeinträchtigung der Landschaft schwächer wird".

Aus den vorgenannten Initiativen und Äußerungen ergeben sich zwei wichtige Ziele, die Windparkentwickler erreichen sollten und die im Jahr 2020 voraussichtlich Gegenstand von Entscheidungen der Regierung sein werden:

  • eine bessere Verteilung der Onshore-Windenergie auf das ganze Land (Vermeidung von Konzentrationen in bestimmten Regionen)
  • bessere Beteiligung der Öffentlichkeit bei Windenergieprojekten


Ihr Ansprechpartner bei Fragen: Laurent Brault
Laurent.Brault(at)sterr-koelln.com